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16.03.2018
 
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Wiederentdeckte K&S Jugend beim FCZ

Am letzten Samstag spielten beim FCZ zwei ehemalige K&S Schüler mit. Fabian Rohner und Izer Aliu zauberten den FC Lugano schwindlig und halfen mit, einen 3-0 Sieg einzufahren.
Herzliche Gratulation.

Beim FC Lugano spielte übrigens auch ein ehemaliger K&S Schüler mit: Davide Mariani.

Anbei der Bericht aus "20Minuten":

«Er hat ein ordentliches Spiel gemacht»

Fabian Rohner fällt nicht nur mit seinem ungewöhnlichen Kopfschutz beim FCZ auf, sondern auch mit schönen Toren.

Arsenal-Keeper Petr Cech kann man sich ohne den auffälligen schwarzen Helm gar nicht mehr vorstellen. Am 14. Oktober 2006 prallt er gegen Reading nach 16 Sekunden mit Stephen Hunt zusammen. Der Tscheche erlitt einen Schädelbasisbruch. Seither spielt er mit dem Kunststoffhelm, der längst sein Markenzeichen ist. Auch in der Super League ist der Kopfschutz, der an eine Badekappe aus Grossmutters Zeiten erinnert, nicht neu. Thun-Goalie Guillaume Favre trägt ihn wie auch FCZ-Verteidiger Pa Modou und jetzt auch Fabian Rohner.

«Ich hatte in der U16 nach einem Ellbogenschlag und in der U18 nach einem Zusammenstoss zwei Gehirnerschütterungen. Danach habe ich mich nicht mehr richtig getraut, in Kopfballduelle zu gehen. Manchmal wurde mir auch etwas schwindlig», sagt Rohner, während er seinen «Helm» in der Hand betrachtet. «Die Gehirnerschütterungen waren recht schmerzhaft und diese Erfahrung wollte ich nicht noch einmal machen.»

Guter Rat war teuer. Erst testete er ein Stirnband im Stile von Hanu Tihinen. Dann wurde er im Internet fündig. «Der Helm gibt mir einfach ein gutes Gefühl und vor allem schütze ich mich, dass ich keine Gehirnerschütterung mehr bekomm», so Rohner. Und weil er den «Helm» auch im Training stets trägt, hat er sich an ihn gewöhnt. «Ich spüre ihn gar nicht mehr.»

Das «ordentliche Spiel» der Jungen

Am Samstag hat er Lugano schwindlig gespielt. Als er so allein auf das gegnerische Tor zulief, umkurvte er einen Tessiner Verteidiger nach dem anderen, als wären sie Slalomstangen. Die Aktion schloss er im Stil eines Routiniers mit dem 1:0 ab. «Er ist polyvalent und sein Speed ist aussergewöhnlich», lobte FCZ-Trainer Ludovic Magnin das Eigengewächs.

Wer aber ist der Mann mit dem «Helm»? Er kam als Zehnjähriger vom SV Höngg zum FCZ und durchlief bei den Zürchern alle Juniorenstationen. Mit der U18 wurde er Schweizer Meister. Der damalige Trainer: Ludovic Magnin. Rohner, der seine KV-Ausbildung auf der FCZ-Geschäftsstelle absolviert, erhielt im Januar 2017 einen Profivertrag bis 2020. Im letzten Dezember gab er seinen Super-League-Einstand und schoss im Februar 2018 beim 2:1-Sieg in St. Gallen sein erstes Tor.

«Rohner hat ein ordentliches Spiel gemacht», sagt Magnin nach dem 3:0 gegen Lugano. Wie die anderen Jungen auch. Fünf Spieler unter 20 Jahren hatte der Forte-Nachfolger gegen die Tessiner im Einsatz. Neben Rohner (Jahrgang 1998) standen Kevin Rüegg (1998) und Izer Aliu (1999) in der Startelf. Mit Stephen Odey (46. für Winter) und Lavdrim Rexhepi (67. für Marchesano) wechselte er zwei weitere mit Jahrgang 1998 ein.

Wiederentdeckte Jugend beim FCZ

Damit setzt der FCZ-Trainer die Forderung von Präsident Ancillo Canepa vermehrt auf junge Spieler zu setzen, konsequent um – und er hat auch noch Erfolg. Neben Rohner brillierte Izer Aliu mit zwei Vorlagen. Das erst 18-jährige Eigengewächs bereitete das 1:0 vor und trat den Eckball zum 2:0 von Oldie Alain Nef. «Aliu kenne ich seit Jahren und auch er spielte ordentlich. Er hat noch viel mehr drauf – und das garantiere ich.»

Das «Götti-Konzept» von Magnin scheint zu funktionieren. Die Älteren müssen dafür sorgen, dass sich die Jungen entfalten können. Dass Magnin die Jungen aus seiner Tätigkeit im Nachwuchs bestens kennt, vereinfacht die FCZ-Verjüngung. Aber Magnin hält den Ball flach, wenn es um die wiederentdeckte Zürcher Jugend geht. «Ich betone, dass man die jungen Spieler nicht nach ein, zwei Spielen beurteilen kann. Sie haben viel Potenzial und irgendwann müssen sie ihre Chance bekommen, aber sie müssen sich einen Startplatz hart erarbeiten. Denn ich unterscheide nicht junge oder alte, sondern gute oder weniger gute Spieler.»

Am Samstag war der FCZ sehr gut – aber nur die ersten 20 Spielminuten. Sie reichten für drei Tore. Das hat der FCZ letztmals unter Sami Hyypiä im November 2015 geschafft. Der Gegner beim 5:3-Sieg hiess –Lugano. «Wir waren in den ersten 20 Minuten nicht auf dem Platz», sagte Lugano-Trainer Pierluigi Tami und wirkte ratlos, «und wir kassierten alle Tore nach wirklich grossen Fehlern.» Ganz anders fiel das Schlusswort von Magnin nach seinem ersten SL-Sieg aus: «Wir hatten 20 Minuten Spass. Am Rest müssen wir arbeiten.»